Nachhaltigkeitstage in Eschenau

29. Oktober 2014

Mit der Schlussveranstaltung am Samstag, dem 4. Oktober, hatten die Nachhaltigkeitstage der Gemeinde Eschenau im Bezirk Lilienfeld in Niederösterreich ihren Höhepunkt gefunden.

Zahlreiche Vorträge, Führungen, Ausstellungen und ein breites Rahmenprogramm wurden geboten. Vertreten mit einem Informationsstand war auch die ÖKOENERGIE, die seit 2012 die Eschenauer Windräder betreibt. Manfred Schamböck, Geschäftsführer der ÖKOENERGIE Projektentwicklung GmbH, hielt einen Vortrag zum Thema "Energiezukunft". Themen wie die CO2-Problematik - der Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre stieg auch in den letzten Jahren ungebremst an -, die Energieabhängigkeit Österreichs (wir müssen 69,3 Prozent der Energie importieren) und der EU vom Ausland, die Endlichkeit der fossilen Rohstoffe (die statistische Reichweite von Erdöl liegt aktuell bei 43 Jahren, bei Erdgas bei 65 Jahren) und deren Luftschadstoffproblematik wurden neben dem Atomkraftdilemma anschaulich dargestellt.

Ausweg Erneuerbare

Der Ausweg können nur Erneuerbare Energien wie Biomasse, Wasserkraft, Photovoltaik und Windkraft sein, die in Österreich in den letzten Jahren auch deutlich zugelegt haben, wobei sich etwa Wind- und Wasserkraft bei der Stromerzeugung gut ergänzen. Im Winter, wenn die Flüsse wenig Wasser führen, weht viel Wind. Immer interessanter werden auch PV-Anlagen für Privathaushalte. Eine 30 m² Anlage deckt schon den Verbrauch eines Durchschnittshaushaltes und ist um rund 9.000 Euro erhältlich. Mit 10 m² PV-Paneele können noch dazu 10.000 km mit einem Elektroauto gefahren werden. Deshalb setzen in jüngster Zeit auch immer mehr Gemeinden auf die Kombination von Windkraft, PV und Elektromobilität.

Nachhaltigkeitspionier Eschenau

In Eschenau sind alternative Energien und Nachhaltigkeit schon lange ein fixer Bestandteil des Entwicklungskonzeptes. Im Jahr 1992 wurden etwa die ersten Solaranlagen von Selbstbaugruppen installiert. Konkret waren es 180 Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 275 m², die eine durchschnittliche Jahresleistung von etwa 82 kW erbringen und rund 16.500 Liter Heizöl ersetzen. Mit dem Bau einer Hackschnitzelheizung für die Schule im Jahr 1986, die auch das Gemeindeamt, Feuerwehrhaus und den Kindergarten versorgt, begann die Hackschnitzelproduktion. Und im Jahr 2000 kamen zwei Windkraftanlagen von Enercon hinzu, die mehr als das Doppelte des Stromverbrauchs der Gemeinde liefern und nun von der ÖKOENERGIE betrieben werden.

Am Infostand der ÖKOENERGIE konnten sich die Besucher nicht nur über Erneuerbare Energien informieren, sondern auch über die AAE Naturstromprodukte. Ausgestellt wurden ebenfalls die Elektroautos Renault Zoe und das E-Pionierfahrzeug Tesla Roadster. Wer noch einen höheren und weiteren Ausblick in die Energiezukunft genießen wollte, konnte schließlich auch noch die Windräder am Buchberg besichtigen.

Wer sich für umweltfreundlichen AAE Naturstorm interessiert:

Ein Anruf genügt! Ansprechpartner:
Martina Weiß, Tel. 02245/82075