Biomasse ist Nummer 1

13. Januar 2016

Die neuesten Daten der Statistik Austria zeigen es klar: Unter allen Energieträgern wird Biomasse in Österreich am häufigsten zur Beheizung von Wohnräumen eingesetzt.

In Summe deckten Brennholz, Hackschnitzel, Pellets, Holzbriketts und Biomasse-Nahwärme in der Heizsaison 2013/14 (die aktuellste Erhebung) einen Anteil von 40 Prozent an der gesamten Raumwärmeversorgung ab. Das entspricht einer Wärmemenge von rund 66 Petajoule (PJ). Dabei hat Biomasse-Nahwärme mit einem Anteil von 10,5 PJ kräftig zugelegt. Erdgas erreichte hingegen nur mehr 22,1 Prozent (36,4 PJ) und Heizöl gar nur mehr 20,6 Prozent (33,8 PJ). Die Entwicklung in Richtung Biomasse schreitet sehr rasch voran. So war vor zehn Jahren Heizöl noch das wichtigste Heizmaterial. Allein zwischen der Heizperiode 2011/12 und 2013/14 wurden 80.000 Ölheizungen ausgetauscht.

"Die Entwicklung ist erfreulich", erklärt Josef Plank, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes, "aber es gilt noch 623.000 Ölheizungen in Österreich auf erneuerbare Heizsysteme umzustellen."

Laut Plank sind Pellets, Brennholz und Waldhackgut trotz dem aktuell sehr niedrigen Ölpreis immer noch um 31 Prozent, 34 Prozent bzw. 46 Prozent günstiger als Heizöl. Gegenüber Erdgas ist der Preisvorteil noch größer.

Biomasse auch fürs Gewerbe

Dass Biomasse auch in Gewerbeparks immer mehr gefragt ist, hat in den letzten Jahren die Biomasse Obersdorf mit ihren neuen Biomasse-Nahwärmeheizwerken bewiesen. Für die Heizwerke werden die Hackschnitzel direkt aus den umliegenden Wäldern gewonnen, die nachhaltig bewirtschaftet werden. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber Erdgas und Erdöl: Die Wertschöpfung bleibt besonders bei regional gewonnener Biomasse in der Region.