PV Gemeinschaftsanlagen

Drei Jahre lang hat es gedauert. Jetzt endlich konnte eine österreichweite Regelung für Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen erzielt werden.

Bislang war der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom für einzelne Wohneinheiten kaum wirtschaftlich. Zwar konnten Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen den erzeugten Strom direkt ins öffentliche Netz liefern, die Nutzung des günstigen Sonnenstroms für den Eigenbedarf war für den Konsumenten aber mit der Anschaffung eines eigenen, teuren Zählpunkts (Anschluss an den Stromzähler) verbunden.

Selbst produzierten Strom auch selbst zu verbrauchen, senkt die Stromrechnung jedoch deutlich, da sich die Kosten um die Steuern und hohen Netzgebühren, die in den Preisen der Energieanbieter enthalten sind, verringern. Erzeugt die PV-Anlage mehr Strom, als selbst benötigt wird, kann der Überschuss weiterhin in das öffentliche Netz geliefert, oder in Batterien gespeichert werden. Künftig weist die Stromrechnung neben der verbrauchten Energie auch die anteilsmäßig erzeugte Energie auf, die gegenverrechnet wird.

Mit der Novellierung des Elektrizitätswirtschafts- und –Organisationsgesetz (kurz ElWOG), das mit 1. August 2017 in Kraft tritt, steht nun den Photovoltaik-Gemeinschaftsanlagen für den Eigenverbrauch nichts mehr im Weg. Das gilt für kleinere Anlagen ebenso wie für große PV-Projekte - beispielsweise im geförderten Wohnbau - und bietet viel Potenzial für neue und innovative Modelle für Gemeinschaftsanlagen. Neu ist auch, dass nicht mehr der Heizwärmebedarf, sondern der Gesamtenergieeffizienzfaktor, der auch die Sonnenstromnutzung berücksichtigt, für die Erreichung der Energiekennzahlen entscheidend ist. Wohngemeinschaften können so auch einfach Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge schaffen oder Dachflächen an Energieanbieter verpachten.

Förderungen vom Klimafonds


Investitionsförderungen vom Klima- und Energiefonds für die neuen PV Gemeinschaftsanlagen können laut Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) schon heuer beantragt werden. Aktuell muss bei einem Gemeinschaftsprojekt zwar noch jeder Nutzer ansuchen, jedoch genügt nun ein gemeinsamer Zählpunkt (Stromzähler). Gleich nach Erhalt des Stromzählers vom Netzbetreiber kann mit der Registrierung und der Errichtung der Anlage begonnen werden – fertiggestellt muss diese innerhalb von 12 Wochen werden. Nähere Informationen zu den Förderaktionen bietet der Leitfaden Photovoltaik-Anlagen des Klima- und Energiefonds.

Die ÖKOENERGIE bietet mit ihrem Partner AAE Naturstrom übrigens auch Strom aus den eigenen Wind-, Wasser- und PV-Anlagen an! Wer umweltfreundlichen Strom für sich nutzen will, den laden wir herzlich ein, sich über die AAE Naturstrom- und Windstromprodukte aus der Region zu informieren.

Ein Anruf genügt!

Ansprechpartner:

Martina Weiß, Tel. 02245/82075-214
Martin Kammerzelt, Tel. 02245/82075-223