TrustEE - Horizon 2020 EU Projekt Energieeffizienz in der Industrie

18. Januar 2018

Um die nationalen und internationalen gesetzten Klima- und Energieziele im Kampf gegen den Klimawandel erreichen zu können,

sind besonders auch die Energieeinsparungsmaßnahmen in der Industrie sehr wichtig. Dazu entwickelt die REENAG, an der die ÖKOENERGIE Gruppe beteiligt ist, im EU-Projekt TrustEE, neue Wege, um der Industrie Investitionen in die Energieeffizienz schmackhaft zu machen. Immerhin fließt ein Drittel des gesamten Endenergieeinsatzes in die Industrie, deren Energiebedarf derzeit noch zu 75 Prozent durch fossile Energieträger abgedeckt wird. „Energieeffizienzmaßnahmen bringen hier nicht nur sehr große Klimagaseinsparungen, sondern bieten auch ein enormes wirtschaftliches Investitionspotenzial“, betont Winfried Braumann, Geschäftsführer der REENAG Holding GmbH. Die REENAG ist auf die Entwicklung von Konzepten spezialisiert, die mittels Kombination von erneuerbaren Energiequellen und Energieeffizienzmaßnahmen wirtschaftlich rentable und zugleich klimaoptimale Lösungen anbieten. Dazu wird bis 2019 ein neues Finanzierungsmodell für die Industrie entwickelt, dass sich durch die Energieeinsparungen selbst finanziert. Dabei geht es um Milliarden Euro.

 

Milliarden einsparen

So würden der europäischen Industrie Einsparungen von acht bis zehn Prozent des Endenergieverbrauches Energiekosten von rund 11,44 Milliarden Euro pro Jahr ersparen. Doch wegen der in der Industrie üblichen sehr kurzen Refinanzierungszyklen von Investitionen (üblicherweise müssen sich Energieeffizienzinvestition schon in zwei oder drei Jahren amortisieren), wird dieses riesige Einsparungspotenzial noch kaum genutzt.

Deshalb wurde mit Partnern wie der AEE Intec in Gleisdorf (AEE - Institut für Nachhaltige Technologien, die das Projekt koordiniert), AINIA Centro Tecnologico in Spanien, European Council for an Energy Efficient Economy, der deutschen Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung E.V. sowie der Universidade de Évora das EU-Forschungsprojekt TrustEE gestartet. „Ziel ist es, dass sich Energieeffizienzinvestitionen dank der eingesparten Energiekosten selbst amortisieren“, erklärt Braumann. Die REENAG ist im Projekt TrustEE für alle finanzwirtschaftlichen und kommerziellen Aspekte der Entwicklung der Analyseplattform und für den Aufbau und den Betrieb der Finanzierungsgesellschaft zuständig. „Wir haben dazu spezielle Investitionsrechnungs- und Risikoanalyse-Modelle entwickelt und arbeiten nun an den organisatorischen und finanzierungstechnischen Voraussetzungen für die Projektbearbeitung und Projektfinanzierung“, erklärt Braumann.

Finanzieren durch Energieeinsparungen

Damit sich die Investitionskosten selbst durch Einsparungen bei den Energiekosten finanzieren kommen sogenannte Energieeinsparungsverträge (Energy Performance Contracts) zum Einsatz. Der Vorteil: Unternehmen müssen selbst keine Mittel für die Modernisierung des Energiesystems einsetzen. Die Investitionskosten übernimmt der Vertragspartner – in der Regel der Energielieferant, der diese durch die Energieeinsparungen finanziert. Bei größeren Projekten stoßen aber Energielieferanten an ihre Vorfinanzierungsgrenzen, weshalb nun ein Modell entwickelt wurde, bei dem Finanzinvestoren eingebunden werden. Da diese aber nicht unbekannte technische Risiken bei den oft komplexen Projekten übernehmen wollen, sollen sie erst eingebunden werden, wenn die neuen Anlagen wirklich laufen. Ab da übernehmen sie die Forderungen des Lieferanten gegen den Kunden aus dem Energieeinsparungsvertrag. Diese Forderungen werden noch dazu gebündelt, wodurch Anleger eine breit gestreute Veranlagung im Bereich der Energieeffizienz in Form von Anleihen tätigen können, die attraktive Verzinsungen bieten. Die technische Prüfung der Lieferanten und Projekte wird von TrustEE schon im Vorfeld über eine Online- Projektanalyse- und Projektentwicklungsplattform vorgenommen, über die die akkreditierten Lieferanten dann auch die einzelnen Projekte einreichen können. „Das neue Finanzierungsmodell soll im Laufe des nächsten Jahres realisiert werden“, erklärt Braumann. Damit wird eine Lösung geschaffen, um die Industrie rasch energieeffizienter und klimafreundlicher zu machen.

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Studie: Die „Stromanbieter-Check 2017“

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