Weltbank und IWF gegen Fördermilliarden für die Ölindustrie

01. Juni 2015

Jahrzehntelange Klimaforschung und zahlreiche Klimakonferenzen - die nächste UN-Klimawandelkonferenz findet im Juni in Bonn statt -

haben an einer Tatsache nichts geändert: Genau jene Erdöl- und Erdgasindustrie, die zum Klimawandel und den oft katastrophalen Folgen beiträgt, wird noch immer massiv mit Steuermilliarden gefördert.

So müssen etwa US-Steuerzahler die größten Ölfirmen der Welt wie Shell, ExxonMobil oder Marathon Petroleum kräftig subventionieren, obwohl diese hochprofitabel sind. Das hat jüngst die vielfach für ihre Aufdecker-Berichte ausgezeichnete britische Zeitung "The Guardian" mit konkreten Beispielen belegt. So soll ein Raffinerieprojekt von Shell in Pennsylvania mit 1,6 Mrd. Dollar gefördert werden, obwohl der Ölkonzern im Jahr des Antrags 26,8 Mrd. Dollar Profit gemacht hat. ExxonMobil kassierte wiederum 119 Millionen Dollar Steuergelder für die Erweiterung einer Raffinerie in Louisiana und machte in diesem Jahr zugleich 41 Mrd. Dollar Profit.

Mit Maßnahmen wie diesen wird vor allem die Klimaerwärmung subventioniert. Der US-Senator Bernie Sanders, der zur nächsten US-Präsidentenwahl antreten wird, möchte deshalb die Subventionen der Ölindustrie in den nächsten zehn Jahren in den USA um 135 Mrd. Dollar kürzen. Subventioniert werden die fossilen Energien fast noch überall auf der Welt.

Weltbank gegen Förderungen

Kürzlich hat sich auch der Präsident der Weltbank für eine sofortig Kürzung solcher Förderungen ausgesprochen, da diese - durch Anheizen der Klimaerwärmung - besonders die armen Staaten treffen würde. Allein 2013 hat die Förderung der Kohle-, Öl-, und Gasindustrie weltweit 555 Mrd. Dollar betragen. Das ist das Vierfache an Förderungen, die für Erneuerbare Energien ausgegeben wurden, die genau jene negativen Folgen fossiler Energien für das Klima verhindern sollen. Jeder Tropfen Öl erhitzt die Erde noch mehr.

5,3 Billionen Euro Folgekosten

Aktuell sorgt auch ein am 18. Mai veröffentlichter Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) für Aufsehen. Die Autoren Benedict Clements and Vitor Gaspar kritisieren, dass die aktuellen Energiekosten die durch den Energieverbrauch verursachten Schäden (etwa im Bereich Umwelt und Gesundheit) bei weitem nicht abdecken würden. Die Vernachlässigung dieser Folgekosten in den Energiepreisen stelle eine massive Subventionierung der fossilen Energien dar: Und zwar mit 5,3 Billionen Euro pro Jahr bzw. 6,5 Prozent des globalen BIP. Den meisten Schaden richtet laut den Autoren die Luftverschmutzung an. Die Energiewende wird mit jedem Jahr wichtiger!

Wer sich für umweltfreundlichen AAE Naturstrom und Windstromprodukte aus Wolkersdorf interessiert:

Ein Anruf genügt! Ansprechpartner:
Martina Weiß, Tel. 02245/82075-214