Eröffnung der Erweiterung Biomasse Obersdorf

16. Juli 2015

Ein Biomasse-Heizwerk im Gewerbepark? Bei der Standortplanung für das Heizwerk der ÖKOENERGIE Gruppe gab es anfangs Zweifel.

Kann die Industrie auch für Biomasse-Nahwärme gewonnen werden? "Heute versorgen wir nicht nur unsere Privatkunden in Obersdorf, sondern längst auch zahlreiche Unternehmen - und die Nachfrage wächst weiter", sagte Richard Kalcik, Geschäftsführer der Biomasse Obersdorf bei der gut besuchten Eröffnungsfeier. Zur Eröffnung kamen unter anderem Anna Steindl, Wolkersdorfs Bürgermeisterin, Josef Plank, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Hermann Stich, Obmann der Bezirksbauernkammer Mistelbach, Franz Friedl, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Wolkersdorf und Sebastian Neid, Ortsvorsteher von Obersdorf sowie Geschäftsführer bei der Biomasse Obersdorf.

Schon bei der Planung des Gebäudes wurde an eine mögliche Erweiterung gedacht. 2011 ging das Biomasse-Heizwerk mit einem Kessel und 1.500 kW Leistung für Heizung und Warmwasser in Betrieb. Der neue Heizkessel bringt für eine nachhaltige und komfortable Wärmeversorgung nun weitere 2.500 kW Leistung. Mittlerweile wird allein für den Eco-Plus-Wirtschaftspark ein Anschlusswert von 2.800 kW benötigt. Siehe PPT

Eine Milliarde Euro pro Tag für fossile Energieimporte

Für Biomasse-Verbandspräsident Josef Plank ist der Ausbau der Nahwärmeversorgung ein weiterer wichtiger Schritt in eine nachhaltige Zukunft. "Die Biomasse Obersdorf hat hier ein tolles Vorzeigeprojekt ermöglicht, das das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz in die Haushalte und nun verstärkt auch in die Industrie bringt", so Plank, der in seinem Vortrag auch deutlich auf die noch immer sehr starke Abhängigkeit der EU und Österreichs von fossilen Energieimporten einging, die meist aus instabilen Regionen stammen.

"Die EU gibt jedes Jahr rund 400 Milliarden Euro für fossile Energieimporte aus - das sind mehr als eine Milliarde Euro pro Tag", sagte Plank. Allein in Österreich werden rund 14 Milliarden Euro pro Jahr für Erdöl, Erdgas und Kohle ausgegeben. Eine Summe, mit der sehr viele sinnvolle Projekte gemacht werden könnten. Anna Steindl, Bürgermeisterin von Wolkersdorf kann den Aussagen von Josef Plank nur beipflichten. "Hier zeigt sich sehr gut, dass es sich gelohnt hat, in Wolkersdorf früh auf Biomasse-Nahwärme zu setzen", so die Bürgermeisterin.

Günstige Heizform schafft regionale Wertschöpfung

Wie schon in den ÖKOENERGIE News berichtet, ist laut einer Studie der Österreichischen Energie Agentur in der Vollkosten-Betrachtung Nahwärme die günstigste Form zu heizen. Die Nachfrage steigt deshalb auch laufend. "Uns ist es auch sehr wichtig, wirklich nachhaltig zu wirtschaften", betont Richard Kalcik von der Biomasse Obersdorf. Für die Heizwerke werden die Hackschnitzel direkt aus den umliegenden Wäldern gewonnen, die nachhaltig bewirtschaftet werden. "Damit bleibt auch die Wertschöpfung in der Region", ergänzt Ortsvorsteher Sebastian Neid. Das Heizwerk Obersdorf kann nun rund 800 Einfamilienhäuser versorgen.

Ein Kessel für den Sommerbetrieb

Da die drei Biomasseheizwerke in Obersdorf und Wolkersdorf  miteinander verbunden sind wird die optimale Auslastung perfekt zwischen den Biomassekesseln gesteuert. Im Sommer lässt sich effizient mit nur einem Kessel die gesamte Warmwasserversorgung durchführen.

Weitere Informationen finden Sie unter Presse

Wer selbst umweltfreundlichen Strom nutzen will, den laden wir ein, sich über die AAE Naturstrom- und Windstromprodukte aus Wolkersdorf zu informieren.
Ein Anruf genügt! Ansprechpartner:
Martina Weiß, Tel. 02245/82075-2014