10,7 Milliarden Euro für Energieimporte

30. August 2018

Österreich zahlte im Jahr 2017 in Summe 10,7 Milliarden Euro für Energieimporte.

Abzüglich der Einnahmen aus Energieexporten kommt in der Bilanz der Außenhandelsstatistik der Statistik Austria ein Minus von immer noch 7,9 Milliarden Euro zustande. „Der Abfluss von rund 8 Milliarden Euro ist im Hinblick auf die Kaufkraft keine Kleinigkeit“, so Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. „Vereinfacht ausgedrückt: Jede Österreicherin, jeder Österreicher – vom Säugling bis zum Greis – zahlte damit im Jahr 2017 1.000 Euro für Energieimporte.“ Für die gesamte Handelsbilanz Österreichs, die 2017 ein Defizit von 5,7 Milliarden Euro aufwies, ist dieser Abfluss aus Energieimporten ein mehr als beträchtlicher Posten.

 

Fossile Energieimporte steigen

Ein weiterer Vergleich veranschaulicht eindrucksvoll die wirtschaftliche Dimension: die rund 8 Milliarden Euro entsprechen fast dem gesamten Überschuss des Tourismus in Österreich. Sieben Prozent aller Warenimporte macht allein die Energie aus. „Der Löwenanteil der 10,7 Milliarden Euro entfällt dabei auf die Einfuhr von Erdöl und Erdölprodukten mit 6,2 Mrd. Euro sowie den Erdgasimport im Umfang von 2,6 Mrd. Euro“, erläutert Peter Traupmann. Der Import fossiler Energien ist 2017 auch wegen der höheren Preise kräftig angestiegen. Gegenüber 2016 stiegen die Erdölimporte im Jahr 2017 gleich um 19 Prozent sowie die Erdgasimporte um 11 Prozent. Im Jahresvergleich brachten die Energieimporte 2017 zusätzliche Kosten von netto 1,2 Mrd. Euro (+18 Prozent), wovon Öl und Gas 0,8 Milliarden Euro ausmachten.

Moderne Gebäude und Heizsysteme

Um von Energieimporten unabhängiger zu werden, müsste unter anderem noch stärker in die Modernisierung der Heizsysteme investiert werden. „Der Raumwärmebereich krankt noch immer an einer Überdosis fossiler Energie, auch wenn der Anteil erneuerbarer Heizsysteme mittlerweile bei etwa einem Drittel des Energieverbrauchs liegt“, betont Herbert Lechner, wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Energieagentur. Der Ausstieg aus Ölheizung, der Einsatz von grünem Gas und von Biomasse ist zugleich eine wirksame Medizin gegen den Kaufkraftabfluss aus Energieimporten.

Ebenso wichtig ist die technologische Transformation des Verkehrssektors, der in Österreich ein Drittel der ganzen Energie verbraucht, hauptsächlich fossil betrieben wird und für knapp 45 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist. Die Forcierung der E-Mobilität auf Basis erneuerbarer Energien ist demnach für eine saubere und nachhaltige Energiezukunft unerlässlich. Strom wird zu einer der wichtigsten Energieformen.

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