Solarparks sind gut für die Biodiversität

19. Oktober 2021

Um die Klimaerwärmung einzubremsen und genügend erneuerbaren Strom für ein nachhaltiges E-Zeitalter zu erzeugen,

ist neben der Wind- und Wasserkraft besonders auch der Ausbau von Photovoltaikanlagen wichtig. Auf Dächern und Fassaden nehmen sie keinen Platz weg. Doch wie sieht es mit großen Solarparks im Freiland aus? Führt dies zu einer weiteren Versiegelung des Bodens? Entsteht Konkurrenz zu Agrarflächen? Und welche Auswirkungen hat dies auf die Artenvielfalt?

Eine Studie des Bundesverbandes Erneuerbare Energiewirtschaft e.V. zeigt, dass Solarparks im Freiland durchaus naturschutzgerecht sein können und sogar einen Beitrag zur Biodiversität leisten, wenn gewisse Mindeststandards bei der Planung und beim Bau eingehalten werden.

Eine Aufwertung für die Artenvielfalt bringen sie besonders auf Flächen, die intensiv landwirtschaftlich genutzt worden sind, ebenso wie auf ehemaligen Abbauflächen, Halden oder Deponien. So nutzen Brutvögel, Reptilien, Amphibien und Insekten die Flächen zwischen und unter den PV-Paneelen, die gemäht oder beispielweise durch Schafe extensiv bewirtschaftet werden, wobei ein größerer Abstand zwischen den Modulen günstig ist. Auch eine Südausrichtung bietet klare Vorteile, da die Vegetation hier in Summe mehr Licht bekommt. Zugleich ist die Effizienz der Anlagen höher, weshalb weniger Fläche benötigt wird.

Die positive Erkenntnis aus der Studie: PV-Anlagen im Freiland liefern nicht nur Ökostrom, sondern können sogar zur Biodiversität beitragen. Da viele Insekten- und Vogelarten sowie Pflanzenarten stark verdrängt oder gar vom Aussterben bedroht sind, leisten richtig geplante Solarparks an günstigen Standorten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klima- sondern auch zum Artenschutz.

Link zur Studie:

https://www.bne-online.de/fileadmin/bne/Dokumente/20191119_bne_Studie_Solarparks_Gewinne_fuer_die_Biodiversitaet_online.pdf