31 Prozent Kohle-, Gas- und Atomstrom

06. April 2016

Die Selbstversorgung durch erneuerbare Energien liegt in Österreich noch in weiter Ferne.

31 Prozent des in Österreich konsumierten Stromes stammen noch immer aus Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerken. Dabei war Österreich dank seiner Wasserkraft lange Zeit ein klassisches Stromexportland. Heute müssen 15 Prozent des Strombedarfs importiert werden. Zwar wurde in den letzten Jahren der Ausbau erneuerbarer Energien besonders in Niederösterreich und dem Burgenland vorangetrieben - die sich heute schon zu 100 Prozent selbst versorgen -, aber in Summe muss noch kräftig in Wind-, Wasser- und Sonnenkraft investiert werden, um das Ziel zu erreichen, das sich Österreich bei der Weltklimakonferenz in Paris gesetzt hat. Österreich soll sich demnach bis zum Jahr 2030 zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgen. "Dazu bedarf es nun einer raschen Weichenstellung für stabile Bedingungen für erneuerbare Energien", betont Moidl, denn mit dem aktuellen Ökostromgesetz kann das Ziel nicht erreicht werden.

Teure Netzgebühren, billige Stromimporte

Der Trend zu immer mehr Importstrom aus Kohle- und Atomkraftwerken etwa aus Tschechien liegt auch daran, dass in Österreich der Öko-Strom wegen der hierzulande europaweit einmaligen, sehr hohen Netzgebühren für Erzeuger von erneuerbaren Energien gegenüber anderen Stromquellen verteuert wird, was zugleich den Import von schmutzigen Strom fördert. Oft wird dabei beispielsweise Strom aus kalorischen Kraftwerken von Stromanbietern durch skandinavische Ökostrom-Zertifikate reingewaschen. Deshalb stammen derzeit nur mehr rund 69 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen. Rund 16 Prozent kommen aus den heimischen thermischen Kraftwerken und der Rest ist vorwiegend Atom- und Kohlestrom aus Deutschland und Tschechien.

Windenergie nutzen

"Die Windenergie kann einen großen Beitrag leisten um die Lücke zu einer wirklich nachhaltigen Stromversorgung zu schließen", bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: "Es bedarf nur kleiner Änderungen im Ökostromgesetz um den notwendigen Windkraftausbau zu ermöglichen."
Wenn dies nicht geschieht, bleiben wir noch lange von Strom aus Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken abhängig.

Weitere Infos: www.igwindkraft.at

Wer wirklich umweltfreundlichen Strom für sich nutzen will, den laden wir herzlich ein, sich über die AAE Naturstrom- und Windstromprodukte zu informieren.

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