Neuer CO2-Rekord

21. Mai 2019

Das berühmte Mauna-Loa-Observatorium in Hawaii, das auf einem Vulkan in 3 400 Meter schon seit den 1950er Jahren Messungen an der Atmosphäre vornimmt,

musste jüngst schon wieder einen traurigen Rekordwert des CO2-Gehalts in unserer Lufthülle mit 415,26 ppm (Teile pro Million) melden. Die CO2-Konzentration der Atmosphäre nimmt seit der 60-jährigen Messgeschichte rasant zu (siehe Grafik). Allein in den letzten 60 Jahren ist sie um 100 ppm angestiegen. Werte wie diese gab es in der Erdgeschichte natürlich schon: das war aber vor drei Millionen Jahren. „Das zeigt, dass wir überhaupt nicht auf dem richtigen Weg sind, um das Klima zu schützen. Der Wert steigt jedes Jahr weiter an“, meint dazu Wolfgang Lucht vom deutschen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

 

Falscher Weg

Trotz Pariser Klimaabkommen und zahlreicher Klimaschutz-Bekenntnisse der Politik werden immer mehr Klimagase in die Luft geblasen. Die internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass bis 2030 weltweit doppelt so viel in erneuerbare Energien investiert werden müsste, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Der Trend zeigt aber in eine andere Richtung. Die vergangenen vier Jahre waren die bisher wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn und die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche ist seit der vorindustriellen Zeit mittlerweile schon um ein Grad Celsius gestiegen. Noch dazu beschleunigt sich die Erwärmung in den letzten Jahren deutlich rascher als erwartet. Und gerade diese in der Erdgeschichte durch den Menschen verursachte sehr rasche Erwärmung bereitet vielen Tieren und Pflanzen große Probleme.

Wie viel CO2 in der Atmosphäre uns noch eine sichere Zukunft bieten würde, ist umstritten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass 350 Teile ppm die Erderwärmung eindämmen würde. „Aber da wir überhaupt nicht auf dem richtigen Weg sind, wäre jeder Wert, der stabil gehalten werden könnte, schon ein Gewinn“, sagte Lucht.

Mehr Investition in Erneuerbare

Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, müssten laut IEA die Investitionen in Erneuerbare Energie von derzeit 304 Milliarden Dollar (270 Mrd. Euro) auf 606 Milliarden Dollar (539 Mrd. Euro) steigen. Zugleich müssten die Investitionen in Öl und Kohle drastisch gekürzt werden.

Aber es wird weiterhin kräftig in die fossile Energieerzeugung investiert: 2018 waren es rund vier Prozent mehr für Öl- und Gasprojekte und zwei Prozent mehr für Kohlekraftwerke. Die Investitionen in erneuerbare Energien nahmen hingegen sogar um rund zwei Prozent ab. China war 2018 laut dem IEA-Bericht der größte Markt für Energieinvestitionen, während in die ärmsten Regionen der Welt wie in die Länder der Subsahara nur rund 15 Prozent der Mittel flossen, obwohl dort 40 Prozent der Weltbevölkerung leben.

Grafik (c NOAA )

(afp/apa/red)

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